Avicularia avicularia

0.1 Avicularia avicularia Herkunft und Beschreibung: Avicularia avicularia (Linnè, 1758) kommt in Brasilien, Venezuela, Guayana, Surinam und Trinidad vor. Diese baumbewohnende Vogelspinne erreicht eine recht große Körperlänge von 5 bis 7 Zentimetern. Die Grundfärbung von Avicualria avicularia ist schwarz, die samtige Behaarung ist dicht und glänzend. Auffällig sind die dicken Haftpolster an den Füßen, die zudem in ihrer Farbe abgesetzt sind: Die Fußspitzen sind rot- bis rosafarben. Avicularien wachsen sehr langsam.

Haltung: Avicularia avicularia fühlt sich bei Tagestemperaturen von 25 bis 28 Grad wohl. Diese erreicht man einfach mittels einer Leuchtstoffröhre, die außerhalb des Beckens im oberen Bereich angebracht oder auf das Becken gelegt wird. Nachts ist Zimmertemperatur (18 bis 22 Grad) ausreichend. Wichtig ist eine erhöhte Luftfeuchte von etwa 80 Prozent, allerdings sollte man Staunässe vermeiden.
Die Beckeneinrichtung sollte der Lebensweise der Spinne angepasst werden. Eine Grundfläche von 30 x 30 Zentimetern ist ausreichend - 40 Zentimeter in Höhe als Minimum sind empfehlenswert. Also Bodengrund eignet sich handelsübliche Blumenerde oder Kokoshumus, wobei erstere besser für eine Bepflanzung geeignet ist. Dafür können Einblatt, Efeutute, Farne oder kleine Philodendron-Arten verwendet werden. Der Bodengrund sollte immer leicht feucht gehalten werden. Verschiedene Klettermöglichkeiten und eine Baumhöhle - beispielsweise eine Korkröhre, die im oberen Drittel des Terrariums befestigt wird.

Aufzucht: Erwirbt man eine junge Avicularia avicularia, sollte man darauf achten, dass das Tier in seinem Behälter ein Gespinst gebaut hat. Häufig gelten Jungspinnen, die kein Netz bauen, als potenzielle Todeskandidaten. Dies kann ich aus eigener Erfahrung allerdings nicht bestätigen. Oftmals hat es ausgereicht, die Temperatur in der Aufzuchtdose um wenige Grade zu erhöhen, und das Tier begann, ein Gespinst zu bauen. Wichtig ist, dass in den Behältern keine Staunässe aufkommt, denn darauf reagieren Avicularien sehr empfindlich. Der Bodengrund trocknet bei uns fast vollständig aus, Wasser gibt es über kleine Schälchen, für die sich beispielweise die Deckel von Wasserflaschen eignen. Sie werden beim Auffüllen nur leicht überlaufen gelassen. Damit haben wir bislang gute Erfahrungen gemacht.

0.1 Avicularia avicularia Verhalten: Avicularia avicularia gilt als friedlich Vogelspinne. Allerdings spinnt sie sehr viel, was die Becken schnell unansehnlich werden lässt, weil die Pflanze teilweise absterben. Zudem ist sie nur selten außerhalb ihres Unterschlupfs zu sehen und eher nachtaktiv. Außerdem sollte man bedenken, dass Avicularien zum Teil weite Sprünge machen kann, wenn sie nicht die Möglichkeit hat, sich in ihre Höhle zurückzuziehen. Das macht sie unberechenbar.

Futter: Wie bei allen Vogelspinnen wird auch Avicularia avicularia immer dann gefüttert, wenn das Abdomen kleiner als der Carapx wird. Dies gestaltet sich allerdings schwierig, wenn man die Spinne nicht gerade oft zu sehen bekommt. Mit zweimaliger Fütterung pro Woche ist man im Schnitt gut beraten. Macht die Spinne ihre Wohnröhre zu, ist davon auszugehen, dass sie sich häuten will. In dieser Zeit verzichtet man auf die Futtergabe. Als Futtertiere eignen sich gänge Arten wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Schaben in entsprechender Größe.

Bericht: Sandra Doerr, Terraristikecke.de
Bilder: Ralf Grunewaldt, http://home.arcor.de/ralf.grunewaldt




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