Brachypelma auratum

Brachypelma auratum Herkunft und Beschreibung: Brachypelma auratum stammt aus Mexiko. Dort bewohnt sie eher die höher gelegenen Regionen, was ihr auch den Namen Hochland-Smithi eingebracht hat. Diese bodenbewohnende Vogelspinne erreicht eine Endgröße von etwa sechs Zentimetern. Die Grundfarbe ist dunkelgrau bis schwarz, an den ersten Beingelenken haben die Patellen eine tiefrote Färbung. Sie sind dunkler als bei B. smithi. Die Beinglieder sind insgesamt durch helle Ringe abgesetzt. Das Abdomen ist hell umrandet und ebenfalls dunkler als bei B. smithi.

Terrarienhaltung: Für diese mittelgroße Vogelspinne ist ein Endbecken mit einer Grundfläche von 30 x 30 Zentimetern ausreichend. Die Höhe ist zu vernachlässigen, da B. auratum eher nicht zum klettern neigt - es sei denn, der Boden ist zu nass, so dass sie an den Terrarienwänden und auf den Einrichtungsgegenständen Schutz vor der Feuchtigkeit sucht. Allgemein sollte man diese Vogelspinne nicht zu feucht halten. Der Bodengrund – am besten eignet sich ein Gemisch aus Kokoshumus und Sand – darf komplett austrocknen. Allein ein gezieltes Gießen der Bepflanzung (falls vorhanden) und ein leichtes Überlaufenlassen des Wassergefäßes reichen vollkommen aus.
Für das Wohlbefinden der Spinne ist zudem ein Unterschlupf wichtig. Der Bodengrund sollte mindestens zehn Zentimeter hoch eingebracht werden.
Da B. auratum aus dem Hochland kommt, verträgt sie Temperaturschwankungen sehr gut. Tagsüber sollte man ihr auf alle Fälle eine Beleuchtung gönnen, die das Becken auf etwa 27 Grad erwärmt. Wärme von unten sollte bei Vogelspinnen grundsätzlich vermieden werden, da sie sich bei zu großer Wärme in den Boden, also nach unten zurückziehen. Eine Nachtabsenkung auf Zimmertemperatur ist empfehlenswert, zur Zucht darf es sogar unter 18 Grad gehen.

Brachypelma auratum Futter: Wie alle Vogelspinnen wird B. auratum immer dann gefüttert, wenn das Adomen gleich groß oder sogar kleiner als der Carapax wird. Als Nahrung eignen sich alle Arten von Insekten – Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben und ähnliches. Nach der Häutung sollte man mindestens eine Woche auf die Fütterung verzichten. Ebenso sollte gerade bei Jungspinnen darauf geachtet werden, dass nicht gefressenes Futter wieder aus dem Becken entfernt wird, da dieses den (Jung-) Spinnen mitunter gefährlich werden kann, wenn sie in eine Häutung gehen.
Eine Wasserschale darf im Becken natürlich nicht fehlen, auch wenn sie selten genutzt wird.

Bemerkung: B. auratum ist eine wunderschöne und meistens recht ruhige Spinne. Manche Exemplare neigen zwar zum Bombardieren, doch das sollte selbst Anfänger nicht davon abhalten, diese schöne Art zu pflegen. Leider findet man im Handel noch immer nur wenige Nachzuchten. Man sollte darauf achten, die nötige Herkunftsbescheinigung zu bekommen, da Brachypelmen in Deutschland nachweispflichtig sind.

Bericht & Bilder: Sandra Doerr, Terraristikecke.de




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