Brachypelma smithi / Rotknievogelspinne

Brachypelma smithi Beschreibung: Brachypelma smithi ist eine typische bodenbewohnende Art. Die Grundfärbung dieser schönen, bis 8 Zentimeter großen Vogelspinnen ist schwarz. Auf dem schwarzen Abdomen sorgen zahlreiche rote oder orangerote Haare für kleine Farbakzente. Der dunkle Carapax ist an den Rändern hell orange eingefasst. Die Beine sind farblich besonders ansprechend gezeichnet und tragen eine orange Querbänderung, die auf dem schwarzen Untergrund kontrastreich zur Geltung kommt.

Herkunft: Brachypelma smithi kommt in Mexiko vor, wo sie unter Wurzeln, Steinen, Pflanzen und in Nagetierbauten Unterschlupf findet. Die adulten Weibchen sind sehr standorttreu, die adulten Männchen hingegen sind immer unterwegs auf Partnersuche.

Haltung und Zucht: Für Brachypelma smithi eignen sich Terrarien ab einer Grundfläche von 30 x 30 Zentimetern mit mindestens 5 Zentimeter tiefem Bodengrund. Ich verwende dazu ein Gemisch aus Vermiculit und Blumenerde. Das Substrat ist leicht feucht zu halten. Ein bis zwei gebogene Zierkorkrindenstücke bieten der Spinne Unterschlupfmöglichkeiten. Die Lufttemperatur sollte bei 24 bis 28 Grad liegen, nachts bei 18 bei 20 Grad, die Luftfeuchtigkeit um 70 Prozent.

Ernährung: Adulte Tiere füttert man abwechselnd mit grossen Grillen und Heuschrecken, so alle zwei Wochen 2 bis 4 Stück. Zur Abwechslung kann man auch mal Schaben oder grosse Motten füttern. Jungspinnen werden mit kleinen Grillen und Motten, Spiderlinge mit Mikrogrillen und Fruchtfliegen gefüttert.

Gift: Auch Brachypelma smithi ist giftig! Jedoch verursacht ihr Gift keine schlimmeren Reaktionen als eine Wespe. Allergiker dahingegen sollten sich in Acht nehmen. Weiter ist zu erwähen, dass die Tiere auf dem Abdomen Brennhaare besitzen, die auf der Haut Entzüdungen hervorrufen können. Wenn die Brennhaare auf Schleimhäute geraten ist Vorsicht geboten!

Bemerkung: Die Tiere stehen im Anhang II des Washingtoner Artenabkommen. Deswegen möchte ich alle Interessenten bitten, nur Nachzuchten zu erwerben, die mittlerweile in genügender Menge zur Verfügung stehen. Es ist ausserdem sehr schön, eine Jungspinne aufwachsen zu sehen.

Bericht: Markus Luder
Bilder: Andreas Streit, Terraristikecke.de




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