Extatosoma tiaratum / Australische Gespenstschrecke

1.0 Eudicella gralli hubini Herkunft und Beschreibung: Eudicella gralli hubini stammt aus stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. Diese Käfer haben auf den Flügeldecken drei breite, grüne Längsstreifen; die Grundfarbe ist Cremeweiß. Das Brustschild grün bis kupferfarben. Die Beine sind braun mit schwarzen Tarsen.
Männchen und Weibchen sind leicht zu unterscheiden. Die Männchen werden bis zu vier Zentimeter groß und haben ein doppelendiges Horn auf dem Kopf. Es ist hellbraun und bis zu 1,8 Zentimeter lang. Weibchen haben kein Horn und werden nur etwa 3,5 Zentimeter groß. Die Larven sind hellgrau bis weiß und an ihrer am Hinterleib sichtbare sklerotisierte Platte in orangebrauner Farbe leicht als Eudicella-Larben zu erkennen.
Adulte Käfer werden je nach Temperatur und Nahrungsangebot etwa drei bis vier Monate alt.

Terrarienhaltung: Adulte Eudicella gralli hubini sind tagaktiv und fliegen gerne. Man sollte ihnen also ein Becken mit ausreichender Höhe zukommen lassen. Eine Gruppe von rund zehn Tieren kann man in einem Becken mit den Maßen 40 x 40 x 60 (Länge x Breite x Höhe) Zentimeter halten. Darin sollten sich Kletteräste befinden. Eine Rückwand erhöht die Raumnutzung.
Eudicella-Arten sind sehr lichthungrig. Man sollte den Käfern also eine Beleuchtungsquelle gönnen, mit deren Hilfe man auch die 25 bis 28 Grad tagsüber erreichet. Nachts ist Zimmertemperatur ausreichend. Die Luftfeuchtigkeit kann im normalen Raumbereich (rund 50 Prozent) liegen.
Da man, wenn man beide Geschlechter hält, mit Nachwuchs rechnen kann, sollte man den Bodengrund des Beckens gleich so gestalten, dass die Larben zum einen nach dem Schlupf erst einmal versorgt sind, und zum anderen leicht entnommen werden können. Es eignet sich ein Gemisch aus Walderde aus Laubwäldern, gemischt mit Kuh- oder Pferdemist. Die Geruchsbelästigung hält sich in Grenzen. Zusätzlich misch man Eichen- oder Buchenlaub unter. Um nicht zu viele Mitbewohner aus dem Wald mit ins Becken zu holen, sollte man die Erde im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzen. So vermeidet man beispielsweise eine Assel-Plage, die zum Futterkonkurrenten werden kann. Der Bodengrund sollte etwa 15 Zentimeter hoch eingebracht werden und weder trocken, noch nass sein. Zu hohe Feuchtigkeit schadet den Larven.

Frisch verpuppte Larve von Eudicella gralli hubini Futter: Eudicella gralli hubini frisst mit Vorliebe überreifes Obst (Banane, Apfel, Pfirsich, Mango, etc.). Ein großes Problem sind häufig Fruchfliegenkolonien, die sich zwangsläufig einstellen, wenn das Obst im Becken vergammelt. Man sollte es daher häufig wechseln und frisches anbieten. Dazu kann man verschiedene Blüten von ungespritzen Pflanzen, beispielsweise Hibiskus oder Rose, anbieten. Flüssigkeit nehmen die Käfer über ihre Nahrung auf.

Aufzucht und Entwicklung: Die Larven von Eudicella gralli hubini durchlaufen in ihrer etwa sechs- bis neunmonatigen Entwicklungszeit, abhängig von Feuchtigkeit und Temperatur, drei Stadien (L1 bis L3) und werden dabei bis zu sechs Zentimeter lang. Sie sind kannibalistisch - bei zu großer Besatzdichte kommt es zu Ausfällen. Meist werden die kleineren Larven vollständig gefressen. Man erhält so zwar größere Käfer - die Larven hatten zusätzliche Proteinsnacks -, aber wenn man nicht viele Larven hat, ist dies natürlich ärgerlich. Man sollte sie daher optimalerweise einzeln aufziehen. Ist dies nicht möglich, gilt die Faustregel: pro L3-Larve ein Liter Substrat (Zusammensetzung siehe oben).
Puppe von Eudicella gralli hubini Für die Aufzucht der Larven sind transparente Behälter optimal. Eudicella gralli hubini verpuppt sich gerne an der Behälterwand, so kann man die Entwicklung der Larven beobachten. Die Kokons dürfen auf keinen Fall von der Behälterwand entfernt werden - dies bedeutet meistens den Tod für das Tier. Die Verpuppung dauert etwa fünf Wochen. Zimmertemperatur hat sich bewährt, das Substrat sollte keinesfalls nass beziehungsweise trocken gehalten werden. Leicht feucht ist es richtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, das zu große Trockenheit die Entwicklung der Larven stark verzögert und zu Ausfällen in der Verpuppungsphase führt. Die Larven brauchen etwas Feuchtigkeit, um ihren Kokon zu bauen. Dennoch sollte man Nässe tunlichst vermeiden.

Bemerkung: Eudicella gralli hubini ist für den Einstieg in die Käferhaltung gut geeignet. Die Larven sind ziemlich robust, ebenso die Käfer. Außerdem sind sie tagaktiv und einfach wunderschön. Die Hörner der Männchen sind beeindruckend.

Bericht und Bilder: Sandra Doerr, Terraristikecke.de




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