Phyllocrania paradoxa / Geistermantis

Phyllocrania paradoxa Herkunft: Phyllocrania paradoxa ist in ganz Afrika südlich der Sahara sowie in Madagaskar verbreitet. Der so genannte Geistermantis bewohnt Sträucher, Büsche und Bäume, aber auch offenes Gelände. P. paradoxa kommt in trockenen Gebieten vor.

Beschreibung: Die wegen ihres Aussehens auch als Geistermantis bezeichnete Mantide hat eine hohe Krone, die typisch für diese Art ist. P. paradoxa gehört zu den Blattnachahmern. Sie kann sich durch ihre Form und Farbe perfekt tarnen - dazu verhelfen ihr auch ihre zahlreichen Anhänge am Abdomen und an den Beinen. Ab den vierten bis fünften Larvenstadium kann man die Geschlechter recht einfach unterscheiden. Weibchen haben eine dicke und regelmäßige Krone, bei Männchen ist der Kopffortsatz ungerade und wesentlich kleiner. Er wirkt "verkrüppelt". Auch die Bein- und Körperanhänge sowie das ganze Abdomen sind bei den Weibchen deutlich stärker ausgeprägt als bei den Männchen. Beide Geschlechter werden etwa 5 Zentimeter groß. Männliche P. pyrydoxa werden sieben bis acht Monate alt und häuten sich in dieser Zeit durchschnittlich sechs Mal. Weibliche Geistermantiden werden zirka elf Monate alt und benötigen sieben Häutungen.
Bei den Männchen sind die Fühler zudem länger und sehen aus wie Perlenschnüre. Die Flügel der Imagos reichen weit über den Körper hinaus. Sie sind wendige Flieger. Bei den Weibchen ist die Krone fast so breit wie der Kopf. Sie haben kurze Fühler, und die Flügel bedecken das Abdomen.

Phyllocrania paradoxa Von Phyllocrania paradoxa sind verschiedene Farbvarianten bekannt. Sie reichen von grün über dunkelbraun bis schwarz. Auch hellbraune und sogar gelbliche Exemplare sind bekannt. Die Farbe kann durch die Feuchtigkeit beeinflusst werden. Bei trockener Haltung werden die Tiere eher braun, bei höherer Feuchtigkeit eher grün.

Verhalten: Die Aggressivität ist bei Geistermantiden nur gering ausgeprägt. Man kann sie problemlos in Gruppen halten, sollte jedoch die Geschlechter trennen, wenn man züchten möchte, da die Männchen ihren Sexualtrieb verlieren können, wenn sie ständig mit den Duftstoffen der WEibchen konfrontiert sind. Vor allem die Männchen von P. paradoxa sind sehr stressanfällig. Es kann vorkommen, dass sie sich in Gefahrensituationen einfach fallen lassen und sich tot stellen. Dabei ziehen sie die Beine an, werden steif und verharren regungslos.

Haltung: In Einzelhaltung ist für ein adultes Tier ein Behälter mit den Maßen 15 mal 15 mal 20 (Länge mal Breite mal Höhe) Zentimeter ausreichend. Etwa vier Paare können in Becken mit den Kantenlängen 30 mal 30 mal 50 Zentimeter untergebracht werden. Als Einrichtung bietet man den Tieren verzweigte Kletteräste, Zweige und trockenes Laub an. Als Bodengrund eignen sich Zellstoff oder ein Erde-Sand-Gemisch.
Die Temperaturen sollten tagsüber zwischen 25 und 30 Grad betragen. Nachts sollten die die Tiere nicht unter 20 Grad gehalten werden. Die Luftfeuchtigkeit ist tagsüber mit 50 bis 60 Prozent ausreichend, nachts 60 bis 70 Prozent.

Futter: P. paradoxa ist auf Fluginsekten spezialisiert. Optimal sind nicht wehrhafte Fluginsekten wie Drosophila, Fliegen, Motten, Falter und auch Wiesenplankton sowie Schaben.

Bericht & Bilder: Sandra Doerr & Andreas Streit, Terraristikecke.de




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